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Impfungen

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich und unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen werden nur in seltenen Fällen beobachtet. Unmittelbares Ziel der Impfung ist es, den Geimpften vor einer ansteckenden Krankheit zu schützen. Bei Erreichen hoher Impfquoten ist es möglich, einzelne Krankheitserreger regional zu eliminieren und schließlich weltweit auszurotten. Die Elimination der Masern und der Poliomyelitis sind erklärte und erreichbare Ziele nationaler und internationaler Gesundheitspolitik. Für Poliomyelitis ist dieses Ziel u.a. in Europa bereits erreicht worden. (Quelle:Robert Koch Institut)

Der Impferfolg kann nur erreicht werden, wenn die Gesellschaft als Kollektiv sich dies zum Ziel setzt. Würden wir uns alle nicht impfen lassen, können wir uns wohl alle vorstellen, wie es um unsere Gesundheit stehen würde. Aber man darf auch nicht vergessen, dass es die Geimpften sind, die das ungeschützte Neugeborene oder den (bewusst) Ungeimpften durch ihre Immunnität schützen. Denn je höher die Durchimpfungsrate, desto geringer auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Infektionskrankheiten ausbreiten.

Ich als Ihr Kinderarzt bin froh Ihnen und Ihren kindern gute und sichere Impfstoffe anbieten zu können.

Über den Link (Impfkalender) gelangen Sie zu den aktuellen Impfempfehlungen der STIKO (ständige Impfkommision)

–>Impfkalender

Vergessen Sie keinen Impf- oder Vorsorgetermin mehr, melden Sie sich kurz an unter

–>Impf- und Vorsorgeerinnerung

des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendmedizin.

Kontraindikationen:
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit akuten behandlungsbedürftigen Erkrankungen sollten frühestens 2 Wochen nach Genesung geimpft werden (Ausnahme: postexpositionelle Impfung).
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung müssen in Abhängigkeit von der Diagnose keine absolute Kontraindikation gegen eine nochmalige Impfung mit dem gleichen Impfstoff sein. Impfhindernisse können Allergien gegen Bestandteile des Impfstoffs sein. In Betracht kommen vor allem Neomycin und Streptomycin sowie in seltenen Fällen Hühnereiweiß.
Personen, die nach oraler Aufnahme von Hühnereiweiß mit anaphylaktischen Symptomen reagieren, sollten nicht mit Impfstoffen, die Hühnereiweiß enthalten (Gelbfieber-,Influenza-Impfstoff), geimpft werden. Im Fall eines angeborenen oder erworbenen Immundefekts sollte vor der Impfung mit einem Lebendimpfstoff der den Immundefekt behandelnde Arzt konsultiert werden. Die serologische Kontrolle des Impferfolgs ist bei Patienten mit Immundefizienz angezeigt. Nicht dringend indizierte Impfungen sollten während der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden, dies gilt vor allem für Impfungen mit Lebendimpfstoffen gegen Gelbfieber, Masern,Mumps, Röteln, Varizellen.
(Quelle:Robert Koch Institut)


Falsche Kontraindikationen:
Häufig unterbleiben indizierte Impfungen, weil bestimmte Umstände irrtümlicherweise als Kontraindikationen angesehen werden. Dazu gehören zum Beispiel: banale Infekte, auch wenn sie mit subfebrilen Temperaturen (< 38,5 °C) einhergehen; ein möglicher Kontakt des Impflings zu Personen mit ansteckenden Krankheiten; Krampfanfälle in der Familie; Fieberkrämpfe in der Anamnese des Impflings (Da fieberhafte Impfreaktionen einen Krampfanfall provozieren können, ist zu erwägen, Kindern mit Krampfneigung Antipyretika zu verabreichen: z. B. bei Totimpfstoffen zum Zeitpunkt der Impfung und jeweils 4 und 8 Stunden nach der Impfung sowie bei der MMR-Impfung zwischen dem 7. und 12. Tag im Falle einer Temperaturerhöhung); Ekzem u. a. Dermatosen, lokalisierte Hautinfektionen; Behandlung mit Antibiotika oder mit niedrigen Dosen von Kortikosteroiden oder lokal angewendeten steroidhaltigen Präparaten; Schwangerschaft der Mutter des Impflings (Varizellenimpfung nach Risikoabwägung, s. u.*); angeborene oder erworbene Immundefekte bei Impfung mit Totimpfstoffen; Neugeborenenikterus; Frühgeburtlichkeit: Frühgeborene sollten unabhängig von ihrem Reifealter und aktuellen Gewicht entsprechend dem empfohlenen Impfalter geimpft werden; chronische Krankheiten sowie nicht progrediente Krankheiten des ZNS.
* Derzeit ist das Risiko für ein konnatales Varizellensyndrom bei einer seronegativen Schwangeren mit Kontakt zu ihrem ungeimpften und damit ansteckungsgefährdeten Kind höher als das Risiko einer solchen Komplikation durch die Impfung und ggf. die Übertragung von Impfvarizellen durch ihr Kind.

Indizierte Impfungen sollen auch bei Personen mit chronischen Krankheiten durchgeführt werden, da diese Personen durch schwere Verläufe und Komplikationen impfpräventabler Krankheiten besonders gefährdet sind. Personen mit chronischen Krankheiten sollen über den Nutzen der Impfung im Vergleich zum Risiko der Krankheit aufgeklärt werden. Es liegen keine gesicherten Erkenntnisse
darüber vor, dass eventuell zeitgleich mit der Impfung auftretende Krankheitsschübe ursächlich durch eine Impfung bedingt sein können.
(Quelle:Robert Koch Institut)


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