Impfen ohne Nadel

Impfen ohne Nadel

Freitag, 20. März 2015

Berlin – In den nächsten drei bis fünf Jahren soll es möglich sein, die Menschen auch ohne Nadel zu impfen. Entwickelt wurden jetzt zwei Systeme, die flüssige und feste Impfstoffe durch hohen Druck unter die Haut bringen können. Die neue Impftechnologie stellte heute Bundesforschungsministerin Johanna Wanka vor. „Dank der Material­forschung wird das Impfen künftig kinderleicht. Die Angst, die viele Menschen vor einer Spritze haben, entfällt“, erklärte sie.

Neben der leichten Handhabung würden die Vorteile der Einmal-Systeme in der kosten­günstigen Produktion und ihrer sofortigen Anwendbarkeit liegen, da sie bereits mit dem Wirkstoff befüllt geliefert werden, ergänzte Stefan Henke, Geschäftsführer der Innovative Injektions-Systeme GmbH, die die auf Volumen, Dichte und Viskosität anpassbaren Applikatoren entwickelte.

Gleichzeitig gab Bundesministerin Wanka den Start des neuen Forschungsprogramms „Vom Material zur Innovation“ bekannt, das der Produktionsforschung neue Impulse geben soll. Da es erfahrungsgemäß etwa zehn Jahre dauere, bis aus einer Idee ein Produkt wird, ist das Förderprogramm bis zum Jahr 2024 angelegt. Das Bundes­forschungs­ministerium fördert das Projekt mit rund einer Milliarde Euro. Es ist Teil der neuen Hightech-Strategie, mit der die Bundesregierung Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft knüpfen will. © ER/aerzteblatt.de, abgerufen am 21.03.15

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